12. Mai 2026

Demokratie stärken in Österreich: Maria Mayrhofer und Gabriela Bacher beim IWF Austria Jour Fixe

Das Thema „Müssen wir die Demokratie retten? Und wenn ja: was können wir tun?“, hat aus dem IWF INTERNATIONAL WOMEN’S FORUM Netzwerk gleich zu mehreren Anfragen geführt, so brisant und relevant ist es gerade jetzt. IWF-Präsidentin Elisabeth Miksch-Fuchs konnte dazu IWF-Mitglied Maribel Königer mit ihren beiden Diskutantinnen Maria Mayrhofer und Gabriela Bacher beim IWF Austria Jour Fixe begrüßen, beides starke Frauen, die mit ihren Initiativen schon sehr viel dazu beigetragen haben, die Demokratie zu retten. Maria Mayrhofer ist Gründerin der zivilgesellschaftlichen Kampagnenorganisation„#aufstehn“, die sie 2015 aus dem Unbehagen über die Situation der Flüchtlinge, insbesondere von Müttern mit Kindern ins Leben gerufen hat.

Gemeinsam mit über 450.000 Menschen setzt sie sich mit ihrem Team für Veränderung ein. „Wir setzen Kampagnen, Petitionen und Aktionen um und schaffen Veränderung – auf lokaler Ebene und österreichweit“, erklärt Mayrhofer, die 2025 ihr aufrüttelndes Buch „Die geborgte Zeit“ geschrieben hat.

Ob einflussreiche Tech-Giganten, autoritäre Machthaber_innen oder rechtsextreme Parteien: Sie alle bedrohen unsere Demokratie – auch hier in Österreich. Und zugegeben: In Zeiten wie diesen könnte man leicht den Mut verlieren. „Da kann man nichts machen!“, „Was kann ich schon bewirken?“. Sätze wie diese kommen der einen oder dem anderen vielleicht bekannt vor. Maria Mayrhofer findet sich damit nicht ab. Das ist auch ihre Kernbotschaft beim IWF Austria Jour Fixe: „Jeder kann etwas bewegen, diese Selbstwirksamkeit wird leider unterschätzt.“ Nicht von Gabriela Bacher, die 2024 den zivilgesellschaftlichen Verein „Ein Versprechen für die Republik“ gegründet hat, um sich mit unterschiedlichen Initiativen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.

Zurückgekehrt aus den USA sah es die Filmproduzentin für dringend notwendig, sich in Österreich für die Demokratie zu engagieren. Bacher berichtet über den Brief, den 79 prominente VertreterInnen der österreichischen Zivilgesellschaft an die KandidatInnen zur Nationalratswahl 2024, die nicht der FPÖ angehören, geschrieben und aufgefordert hat, schriftlich zu erklären, dass sie eine Regierungsbeteiligung der FPÖ nicht mittragen würden.

Beeindruckend auch ihre Initiative „Acht Tische für die vierte Gewalt“, die „Ein Versprechen für die Republik“ gemeinsam mit Sebastian Loudon und der Datumsstiftung im November 2025 mit einer zweitägigen Stakeholder-Klausur mit 66 Persönlichkeiten aus der Medienszene gestaltete. Dabei ging es um die Stärkung des unabhängigen Journalismus und ein vielfältiges, stabiles Medienökosystem als zentrale Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie.

Sowohl Mayrhofer als auch Bacher blieben dem Fragenansturm der Teilnehmerinnen keine Antwort schuldig, ihre Berichte und Anregungen für mehr Eigeninitiative sorgten für regen Gesprächsstoff beim anschließenden Netzwerken.